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2012-09-15 18:07

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Bronchitis

Bronchitis - neue Geißel unseres Jahrhunderts?

Leitsymtom jeder Bronchitis ist der Husten, der zunächst trocken und produktiv ist, dann aber im weiteren Verlauf meist in einen produktiven Husten übergeht. Ist der Husten mit einer obstruktiven Ventilationsstörung vergesellschaftet, d.h kommt es zusätzlich zu exspiratorischem Stridor, verlängertem Exspirium oder gar zu exspiratorischer Dyspnoe, so kann es sich um eine Bronchiolitis, ein Asthma bronchiale oder um eine obstruktive Bronchitis handeln.

Die drei Erkrankungen mit obstruktiver Ventilationsstörung lassen sich nach Ätiopathogenese, pathologisch-anatomischen Befunden und Klinik leider nicht scharf voneinander trennen. Auch die Klinik ist nahezu identisch. Im amerikanischen Sprachraum hat man deshalb eine Einteilung nach dem Alter vorgenommen und nennt jede akut obstruktive Lungenerkrankung im ersten Lebensjahr Bronchiolitis.

DieserBegriff sollte für die schweren obstruktiven Ventilationsstörungen des Säuglings -und jungen Kleinkindes separiert werden, die klar viraler Genese sind (RSV -Adeno-Influenza -Parinfluenza-Corona-Picornaviren).

Bestehen die Symptome Husten und Rasselgeräusche länger als 8 -12 Wochen oder kommt es zu mehrfachen rezidivierenden obstruktiven Ventilationsstörungen, so spricht man von einer chronischen obstruktiven Bronchitis.  Am einfachsten ist noch die akute Bronchitis zu definieren. Hier sind Husten und Rasselgeräusche 7 bis maximal 14 Tage zu beobachten, wobei die Rasselgeräusche vorwiegend in den Morgenstunden vorkommen. Bei einer akuten Bronchitis sind meist die gesamten Atemwege betroffen.



Alle drei Erkrankungen können sich durch einen banalen Infekt der oberen Luftwege ein bis zwei Tage vorher ankündigen. Die Temperatur kann gleichermaßen leicht erhöht sein, sowie die Atemfrequenz beschleunigt.

Nach wie vor besteht eine kontroverse Diskussion über das Krankheitsbild Asthma bronchiale. Sicher ist nur, dass man von einem Asthma bronchiale im 2.-3. Lebensjahr sprechen sollte, wenn es weitere Hinweise für das Vorliegen eines Atopiesyndroms gibt (z.B. atopische Dermatitis, positive Allergieanamnese, erhöhtes Gesamt IgE oder eine starke familiäre Atopiebelastung).

Risikofaktoren für chronische Atemwegserkrankungen

  • Eine entsprechende genetische Disposition dürfte eine gewisse Schrittmacherfunktion habe.
  • Das dauerhafte Einatmen von schadstoffhaltiger Luft, wobei hier von Innenluft- und Aussenluftverschmutzung unterschieden werden muss (z.B. Stickstoffoxyd, Nikotin). Sicher wird das Risiko, an einem chronischen Atemwegsleiden zu erkranken verstärkt durch das Zusammentreffen von viralen Atemwegsinfetionen und stärkerer Schadstoffbelastung.
  • Kinder, die frühzeitig den Kindergarten besuchen oder aus kinderreichen Familien stammen, haben ein höheres Risiko, an einer chronischen Bronchitis zu erkranken.
  • Natürlich darf das Atopiesyndrom hier nicht fehlen.

Diagnostik

  1. Laboruntersuchung und Immunglobuline
  2. Schweißtest
  3. Lungenfunktion
  4. Allergiediagnostik
  5. Lungenröntgen
  6. Hals-, Nasen-, Ohrendiagnostik

Erweiterte Diagnostik

  • Ultraschalluntersuchung des Herzens
  • erweiterte radiologische Dagnostik (CT)
  • Refluxdiagnostik
  • Zilienfunktionsdiagnostik
  • Lungenszintigraphie
  • Bronchoskopie

Therapierichtlinien/Konsensusempfehlung der ÖGKJ 2006

  • Akuttherapie mit Beta-2-Mimetikum
  • Zwei Drittel aller Kinder im Vorschulalter leiden an intermitierenden, rezidivierenden, obstruktiven Bronchitiden ohne allergische Komponente. Diese Kinder sollten als initiale Therapie einen Leukotrien-Rezeptorantagonisten(Singulair) für mindestens 4 Wochen plus ein Beta-2-Mimetikum bei Bedarf erhalten. Tritt keine Besserung ein, so ist der zusätzliche Einsatz von inhalativen Kortikosteroiden angebracht.
  • Bei einem Asthma bronchiale ist eine primäre Inhalation mit Kortikosteroiden über 3 Monate vorgesehen.

Informative Links

Links zur Prophylaxe für Atemwegserkrankungen

Folgende Links geben Ihnen Informationen zur Atemwegsprophylaxe und Urlaubsorte, die über ein heilsames Klima für die Atemwege verfügen: